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Vom 9. bis 16. Oktober führte die Familienreise 20 Kinder und 14 Erwachsene nach Assisi.
Nach der Anreise mit dem Zug am Samstag, folgte am Sonntag eine Zeitreise ins Mittelalter. Die Kinder erlebten in den Gassen der Altstadt Szenen aus den Jungendjahren von Franziskus und besuchten die Burg hoch über Assisi gelegen. Am Nachmittag waren die Väter mit den Buben und die Mütter mit den Mädchen unterwegs. Während sich die Männer draussen bei einem Turnier massen, lernten die Frauen einen Tanz aus dem Mittelalter.
Die ersten zwei Nächte waren leider nicht für alle erholsam, einige Kinder mussten mehrmals erbrechen. Noch wussten wir nicht, dass dieser Virus - mitgebraucht aus der Schweiz – in den folgenden Nächten fast alle Kinder und auch einige Erwachsene mal „besuchte“.
Das Wetter wollte es so, dass der Montag ganz im Zeichen von Klara stand. Klara war eine sehr mutige Frau und das beindruckt uns noch heute. Nach einem Besuch in San Damiano am Vormittag, waren die Familien am Nachmittag mit einem Postenlauf zur Klara unterwegs.
Bei nun sonnigem Wetter, konnten wir am Dienstag „mit Franziskus unterwegs sein“. Der Weg mit verschiedenen Impulsen führte uns beim Dom San Rufino vorbei, durch die Porta Cappuccini hindurch und dann steil dem Eremo Carceri entgegen. Obwohl der Weg sehr anstrengend war, schaften ihn alle, auch die Kleinsten! Nach dem Besuch des Eremo gab es ganz in der Nähe ein Picknick. Den Rückweg nach Assisi gingen einige wiederum zu Fuss, die anderen setzten sich wohlverdient in ein Taxi.
Im unserem Selbstversorgerhaus „San Francescuccio“ hatte jede Familie einmal Koch-, Abwasch- und Putz-Dienst. Während die Eltern also beschäftigt waren, konnten die Kinder sich richtig austoben.
Die vorgesehene Wanderung am Mittwoch musste wegen Regens abgesagt werden. So begannen wir den Tag zum Thema Sonnengesang mit einem Morgenlob im Kirchlein Santo Stefano. Am Nachmittag besuchten wir in Santa Maria degli Angeli die Portiunkula und die Ausstellung "Città del sole", welche in einer grossen Halle Assisi im Mittelalter in Miniatur zeigt. Am Donnerstag beschäftigten sich die Familien damit, was sie den wirklich zum Leben brauchen und was eigentlich nicht. Dazu erstelle jede Familie ihre eigene Collage mit ausgeschnittenen Bildern aus verschiedenen Werbeheften.
Nachdem die Kinder jeweils um 21.00 Uhr „Nachtruhe“ halten mussten, durften die Eltern (zumindest diejenigen die gesund waren) noch in Ruhe einen Kaffee trinken und über Gott und die Welt sprechen. Einige zogen sich jeweils für eine kurze Abendmediation zurück.
Am Freitag hatten wir nach unserer Abschlussfeier eine Führung mit Bruder Thomas in der Basilika San Francesco, er machte sie speziell für die Kinder und alle waren begeistert. Den Nachmittag nutzte jede Familie auf ihre Weise, sich von Assisi zu verabschieden.
Nach dem Morgenessen, dem Putzen der Unterkunft und dem Vorbereiten des Essens für die Reise, fuhr der Zug am Samstag um 11.17 Uhr von Assisi zurück Richtung Schweiz. Eine fast einstündige Verspätung des Cisalpino verlangte von den Familien zum Schluss nochmals viel Geduld.
Auch im kommenden Jahr (8. - 15. Oktober 2011) findet wieder eine Familienreise nach Assisi statt. Informationen zu dieser Reise folgen.
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